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Bayreuth, 19. Juli 2007

Pressemitteilung

Schloss St. Georgen für Bürger öffnen!

Statt das markgräfliche Ordensschloss in Bayreuth St. Georgen als Gefängnis zu nutzen, soll es künftig für alle Bürger zugänglich sein. Das ist das oberste Ziel des Freundeskreises Schloss St. Georgen. Darüber hinaus fördert der Verein zahlreiche kulturelle und soziale Projekte, die dem barocken Stadtteil neue Impulse geben. Ab sofort informiert eine neu gestaltete Website www.ordensschloss.de sowohl über die Geschichte St. Georgens als auch über aktuelle Themen.

Wer ist der Gründer des historischen St. Georgen, und warum ist der Stadtteil nach einem katholischen Heiligen benannt? Wie wurde das alte Viertel zum Industriegebiet? Und wozu diente das "Ordensschloss"?

Heute ist ein Gefängnis darin untergebracht und hohe Mauern mit Stacheldraht umschließen das alte Ensemble. "Der Freundeskreis will dem heutigen Problemviertel St. Georgen frische Impulse geben. Das kann langfristig nur erreicht werden, wenn die Strafjustiz aus dem historischen Schlossareal auszieht", meint Dr. Alexander Wild, Erster Vorsitzender des Freundeskreises.

Der Verein wirbt mit vielfältigen Aktionen für seine ehrgeizigen Anliegen. Tatkräftige Unterstützung findet er seit 2002 durch das von Bund und Ländern bewilligte Projekt "Soziale Stadt", das die Stadt Bayreuth zu 40 Prozent mitfinanziert.

Weitere Pläne sind hinzugekommen, mittlerweile nehmen Dr. Wild und seine Mitstreiter auch denkmalpflegerische Aufgaben in St. Georgen wahr. Außerdem erarbeiten sie am runden Tisch des Bürgerbüros mit befreundeten Vereinen und privaten Initiatoren gemeinsam Ideen, um das Viertel zu sanieren und die soziale Struktur in St. Georgen zu verbessern. Viele Visionen konnten inzwischen umgesetzt werden, einige Straßenzüge sind mittlerweile saniert, neue Cafés eröffnet und kulturelle Einrichtungen für Jugendliche geschaffen worden.

Zusätzlich fördert der Freundeskreis wissenschaftliche Studien zu St. Georgen und Dissertationen zur Bayreuther Residenzkultur. Letztgenannte werden im eigenen Verlag des stellvertretenden Vorsitzenden, Dr. Christoph Rabenstein (MdL), veröffentlicht.

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