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Beckenbier und Fritz Götschels Projekt der Hausbrauerei

Das Gasthaus Götschel-Brau liegt zentral im Herzen von St. Georgen. Fritz Götschel möchte das historische Wirtshaus sanieren und die Gasträume durch eine Brauereianlage erweitern. Auf dem Platz vor der Gaststätte soll ein Biergarten mit Boulevard und damit ein neuer Stadtteiltreffpunkt entstehen.

Wohl kein Stadtteil in Bayreuth kann mehr Gastwirtschaften und Brauereien vorweisen als St. Georgen. Das hat zwei Gründe: Zum einen ist St. Georgen ein seit jeher beliebtes Ausflugsziel für die städtischen Bayreuther. Zum anderen waren hier hervorragende Voraussetzungen gegeben, ein gutes Bier zu brauen. Historische Aufnahme Gasthaus GötschelEs gab tiefe Felsenkeller mit gleich bleibender Temperatur sowie ein großes kommunales Brauhaus, in dem Sud fabriziert wurde, um diesen anschließend in den einzelnen Gasthausbrauereien zu vergären.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts war das Gasthaus Götschel immer eine Wirtschaft mit selbst gebrautem Bier und gewölbeartigem Bierkeller. Höhepunkte des gesellschaftlichen Lebens St. Georgens waren die Ross- und Viehmärkte. Damals gab es bis zu 20 Bierbrauereien in St. Georgen.

Bis zum Jahr 2000 existierte die legendäre Gastwirtschaft Götschel. Ewald Götschel war der letzte lokale Beckenbrauer, das heißt er übte bis in die 60er Jahre zugleich den Beruf des Bäckers und den des Bierbrauers aus. Nach dem Tod Götschels verwaiste der gesellschaftliche Treffpunkt St. Georgens. Jetzt, sieben Jahre später, ist es Ewalds Bruder Fritz Götschel, der mit einer geplanten Gründung einer modernen Kleinbrauerei das St. Georgener Wirtshausleben neu beleben möchte.

Gasthaus Götschel Inneneinrichtung

Seine Ziele sind hoch gesteckt: Er will eine kleine Gasthausbrauerei betreiben und dafür einen Braumeister anstellen. Götschel plant umfangreiche Umbauten, will aber gleichzeitig die historische Bausubstanz erhalten. Das alte Wirtshaus soll saniert werden, ein neu geschaffener Brauerei-Gastraum soll Besuchern die Möglichkeit geben, am Tresen sitzend den Brauprozess zu beobachten. Auf dem Platz vor der Gaststätte ist die Entstehung eines Biergartens und eines Boulevards vorgesehen, die die St. Georgener Bürger zum Verweilen und Flanieren einladen sollen.

Götschels Ziel war es immer, das Gasthaus weiter in Familienbesitz zu halten. Er hat inzwischen seine Miterben ausbezahlt. Die Aussichten auf öffentliche Fördermittel sind nur mäßig, Götschel ist gerade bei der Ausarbeitung eines Businessplans. Er ist zuversichtlich, seine Ziele erreichen zu können. Mit seinen zahlreichen persönlichen Kontakten will er Netzwerke aufbauen, mittels eines Genussschein- Systems soll sein ehrgeiziges Projekt finanziert werden. St. Georgener Bürger oder auch auswärtige Interessenten können solche Scheine erwerben und sich somit einen kleinen Anteil an der Brauereiwirtschaft sichern.

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