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"Es gibt keine Außerirdischen. Ich bin ein Außerirdischer."

In einem der schönsten Häuser von St. Georgen wohnt und arbeitet der Künstler und Magier Wo Sarazen, 84 Jahre. Sarazen, mit bürgerlichem Namen Werner Baumann, ist ein echter Grenzgänger. Die Welt der Kobolde, Elfen und Baumgeister ist ihm genauso vertraut, wie die seiner Bayreuther Mitbürger und deren Lokalpolitiker. Die magische Variante scheint ihm allerdings mehr zu liegen. Zum 900-jährigen Bestehen der Stadt Bayreuth nahm er in einem Ritual Kontakt zur Welt der Feen, Kobolde, Erdgeister und anderer Naturwesen auf. Sie sollten in die Feierlichkeiten einbezogen werden.

Bild mit dem Titel Suedamerikanisches GoetterspielVielleicht ist hier auch die Quelle seiner unendlichen Kreativität zu finden. Es scheint nichts zu geben, was diese in ihre Schranken zu weisen vermag. Seine Themen sind so vielfältig wie seine Kunstwerke, die sein ganzes Haus vom Dach bis zum Keller füllen: Installationen, Bilder, Stillleben, Objekte. Wo der Blick hinfällt, wird er sofort gefesselt und die Gedanken in phantasievolle Bahnen gezogen. Eine Assoziation reiht sich an die nächste. Eine Welt nach der anderen eröffnet sich.
Sarazen ist nicht nur Weißmagier, sondern auch Maler, Skulpteur, Texter, Performancekünstler, Antiquitätenexperte. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Eines seiner aufsehenerregendsten Projekte ist das "Verrottungsmuseum". Einige der vielen Gänge und Räume, die vor Jahrhunderten unter seinem Haus in den Sandstein gehauen wurden, hat Sarazen mit seinen Skulpturen und Objekten, vorwiegend aus Eisen, bestückt. Er kümmert sich bewusst nicht um den Zustand seiner dortigen Installationen. Die ausgestellten Kunstwerke sollen langsam "verrotten". Den erodierenden Faktor der Zeit benutzt er als Allegorie auf das Vergängliche. In dieser Form ist das Museum sicherlich einzigartig auf der Welt. Bei der Führung durch sein Anwesen erfährt der Besucher viel über Sarazen, seine Werke und seine Lebensphilosophie: "Die Menschen, sie müssen mit den Wölfen heulen. Ich habe nie mit der Meute geheult." Stuhlinstallation mit dem Titel Ich werde dich auf Haenden tragen Amüsantes, Interessantes und Skurriles wechseln sich so rasch ab, wie die große Auswahl der Kunstwerke in diesem Haus. Die Zeit vergeht wie im Flug.

Hier im "Haus der Kunst und der Begegnung" hat auch das "Auktionshaus Boltz" seinen Sitz. Seit 1976 hat Sarazens Frau, Waltraud Boltz, über 560 Spezialauktionen durchgeführt. Von Andachtsbildern bis zu Waagen und Gewichten werden in Frühjahrs- und Herbstauktionen allerlei Gegenstände versteigert. Besonders eine Teddybären-Aktion im Mai 1992 sorgte für Aufsehen. Teddybären jeden Alters und Herkunft wurden unter dem Motto "Schmusetiere unterm Hammer" versteigert. Sarazen selbst gestaltete das Rahmenprogramm. Diese Auktion war so außergewöhnlich, dass das Magazin "Stern" ausführlich darüber berichtete. Sarazen steuerte damals ein selbst gedichtetes Bärenlied bei, für das Michael Wessel, Pianist und Dozent an der Bayreuther Fachakademie für Kirchenmusik, die Noten schrieb. Höhepunkt der Veranstaltung war ein lebendes Braunbärenweibchen, das sich mit seinem Dompteur unter die Besucher der Auktion mischte.

Ein Besuch bei ihm, dem Außerirdischen mit Kontakt zu anderen Welten, ist wie ein erlebter surrealer Traum und unbedingt zu empfehlen. Kobolde und Elfen werden sicherlich dafür sorgen, dass Sarazen seinen Bayreuther Mitbürgern noch viele Überraschungen bereiten wird.

www.boltz-auktionen.de

 

Wo Sarazen zu seiner Kunstaktion "Außerirdische"