Prinzessinnenhaus heute
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Vielseitig genutzt, schön restauriert - das Prinzessinnenhaus

Bewachsen und grün empfängt der Innenhof des Prinzessinnenhauses seine Besucher. Ein Brunnen plätschert vor sich hin.

Wenn man das Haupthaus betritt, steht man in einem mit dunklen Holzmöbeln geschmackvoll eingerichteten Vorzimmer. Holztäfelungen verzieren den Raum. Durch die bis zu einem Meter dicken Wände ist es angenehm kühl. Eine Treppe führt zu dem renovierten Saal des Prinzessinnenhauses, der ein Deckengemälde aus der Markgrafenzeit vorweisen kann. Die Wände sind in einem dunklen Rosa gehalten.

Festsaal im Prinzessinnenhaus

Seit 1999 verhandeln die Architekten Veronika und Horst Baltzer mit dem Denkmalschutz über die Restaurierung und deren Finanzierung. Die Bauaufnahme war eine Übung für ihr Architekturstudium. Die Oberfrankenstiftung, das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege und die Städtebaufördermittel des Freistaates Bayern und der Stadt Bayreuth unterstützten sie bei ihrem Vorhaben, das Prinzessinnenhaus zu renovieren. Heute ist der Stuck an den Wänden restauriert. Er erscheint nicht nur im ersten Stock in seiner alten Pracht: Das Prinzessinnenhaus wurde sowohl innen als auch außen komplett saniert. Im Erdgeschoss befindet sich der wohl schönste PC-Raum der Gegend. Auch hier wurde der barocke Stuck wieder komplett wiederhergestellt. Im zweiten Stock liegt eine ebenfalls schön renovierte Privatwohnung. Die Nebengebäude wurden von dem Ehepaar Baltzer privat saniert. Das ganze Anwesen ist wieder bewohnbar ohne die barocke Bausubstanz zu übergehen. Der Innenhof des Prinzessinnenhauses

Veronika Baltzer verbrachte in diesen Räumlichkeiten schon ihre Jugend. Hier betrieb ihre Familie von 1875 bis 1956 eine Lebkuchenfabrik. Heute gehört das Prinzessinnenhaus der Grundstücksgesellschaft Koch, an der sie beteiligt ist. 1996 waren in einem Nebengebäude des Prinzessinnenhauses Studenten untergebracht. Mit viel Eigeninitiative wurden dafür Bäder in die Wohnungen eingebaut. Heute beherbergt das ganze Anwesen Privatwohnungen sowie Firmen. Alles ist auf dem neuesten Stand. Im Nebengebäude, in dem früher das alte Fabrikgebäude war, befinden sich ebenfalls Firmen und Werkstätten. Den Saal im Haupthaus vermieten die Baltzers regelmäßig für Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern und Hochzeiten. Das Prinzessinnenhaus zeigt sich vielfältig.

Der Felsenkeller aus dem 18. Jahrhundert ist noch vorhanden. Die Lebkuchenfabrik nutzte ihn als Lagerraum. Horst Baltzer beobachtete, dass der Sandstein der Innenwände des Prinzessinnenhauses ähnlich ist zu dem Material, das man im Keller findet. Er war ursprünglich wohl ein Steinbruch. Außerdem konnte man den Sandstein zu Scheuerpulver verarbeiten.

Das Ehepaar Baltzer hat mit der Renovierung des Prinzessinnenhauses ein Stück Zeitgeschichte aus dem Barock in die Gegenwart hinüber gerettet. Heute wird das Haus von vielen St. Georgenern belebt. Eine Eigeninitiative mit Vorbildcharakter.

Prinzessinnenhaus
Markgrafenallee 44
95448 Bayreuth
Tel. 0921 / 850194

Hier geht`s zur Geschichte des Prinzessinnenhauses